Nachdem ich mich einigermaßen vom Schock erholt habe

, hier mein doch nicht so kurzer Bericht:
Vorab: Die Jungs (und Mädels) von Hobie wissen, wie man so eine Veranstaltung aufzieht, man die Spannung über 5 Tage hochhält und das immer wieder beschworene "Hobie-Feeling" vermittelt.
Der Stab von Hobie-Mitarbeitern von Hobie-Europe, -USA und -Australia, zusammen mit Vertretern der Hauptsponsoren, taten alles, um den 47 Teilnehmern das Gefühl zu geben, Teil eines besonderen Events zu sein.
Der ganze Ablauf, die Location und nicht zuletzt die Verpflegung waren ausgezeichnet. Man merkte an jedem Detail, dass hier alles bis ins Kleinste geplant war und die Leute Erfahrung mit der Durchführung solcher Veranstaltungen haben (schon aus der Segelsparte).
Nach der individuellen Anreise am Sonntag begann die Veranstaltung mit dem nach dem Sponsor benannten "Lowrance Navigation Day". Hier führten uns einheimische Angler in Gruppen über das Gewässer und gaben den einen oder anderen Tipp. Die Teilnehmer hatten die Gelegenheit, sich mit dem neuen Pro Angler 12, dem "Skeg" und dem Lowrance Elite 4 HDI anzufreunden. Natürlich wurden reichlich Wegpunkte gesammelt.
Ich hatte bei den Vorrecherchen ja schon gelesen, dass Vinkeveen Plassen ein sehr klares Gewässer sei. Wenn man bei 5 Metern am Grund die Birkenblätter sieht, irritiert mich das aber schon. Wie soll man da am Tage einen Zander fangen?
Am zweiten Tag, dem "Pre-Fish-Day", durften wir unsere Taktiken ausprobieren. Dabei merkte ich schon, dass die Fische hier anders ticken, als in unseren norddeutschen Naturseen. Manfred legte aber mal eben einen 94er Hecht vor. Es ging also was...
Socratez hatte für die Wettkampftage als Strategie entworfen, dass ein (möglichst großer) Hecht am Tag für eine vordere Platzierung notwendig sei. Ich fand das logisch und habe mich nach dem vermurksten Pre-Fish-Tag an ihn drangehängt. Ein Hecht am Tag sollte in einem der besseren Hechtgewässer Hollands doch drin sein?
So verbrachten wir den ersten und zweiten Wettkampftag damit, mit allen erdenklichen Hechtködern, die irgendwo mal Hecht gefangen haben, die riesigen Flachwasserbereiche 2-4 m tief) mit ihren vielen Krautfeldern abzugrasen. Ergebnis: Ein paar Bisse, aber nichts Verwertbares. Wir sahen auch ganz selten Futterfische. Auch nicht im Tiefen...
Kurz zum Wetter: Wir hatten immer Wind um 30 km/h mit Böen bis 60 km/h. Ich hatte da schon Schwierigkeiten bei der Köderführung (Schleppen und vertikal fischen war verboten). Die Oberflächentemperatur sank von Montag bis Freitag von 17,5 auf 14,5 Grad Celsius. Aber andere fingen dennoch ihren Hecht...
Nachdem wir 2 Tage vertan hatten, bestand für uns keine Chance mehr für eine gute Platzierung. Dann lobte Hobie Europe für den letzten Tag noch einen Sonderpreis aus: Für den größten gemessenen Zander ab 52 cm sollte es ein Hobie Revo 11 geben. Da Socratez und ich nichts mehr zu verlieren hatten, konzentrierten wir uns darauf, einen Zander zu fangen. Es wurde am Ende nicht ein einziger massiger Zander gefangen.
Dennoch haben andere Angler erfolgreich geangelt. Grade die Jungs aus den USA und der jüngste Teilnehmer (Kanada) zauberten immer wieder Fische aus den Kanten.
Morgens gab es im angemieteten Segelclub immer ein reichhaltiges Frühstücksbüffet. Alle Teilnehmer bekamen belegte Brötchen, Obst und Nervennahrung für den Tag mit. Und abends gab's wieder leckeres Büffet mit wechselnden Gerichten.
Gekrönt von der Abschlussveranstaltung im nahen Seerestaurant. Abnehmen konnte man nicht. Lecker!
Soweit erstmal von mir.
