Kentern bei -1 in der Ostsee!

mani
Sep 2013 06 12:15

Kentern bei -1 in der Ostsee!

Beitrag von mani

So ich weis ja nicht ob das schon mal hier war!
Aber der hatte großes grlück!
Da würde die Schwimmweste auch nicht viel helfen!
Keine sicherungsleine und bei den temp. ohne trockenanzug ist für mich leider grob fahrlässig!
Ich hoff das der draus gelernt hat!

https://www.youtube.com/watch?v=cW6DBz4IkV8
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Jogi
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Sep 2013 06 13:42

Re: Kentern bei -1 in der Ostsee!

Beitrag von Jogi

so dramatisch fand ich das gar nicht ,er war ja schnell wieder im Boot .
ich hab mich grad gefragt was der für einen Sitz auf seinem Hobie hat ,sehr hohe Rückenlehne und das Sitzpolster ist auch ganz schön hoch .
Der mit dem Dackel tanzt Bild
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gobio
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Sep 2013 06 16:08

Re: Kentern bei -1 in der Ostsee!

Beitrag von gobio

Hi.

Jo. Komischer Sitz! Und das er die Klamotten ausziehen muss ist auch verständlich. Ne Fleecejacke saugt ja kräftig :-)

Bei meiner ersten Tour im Frühjahr bin ich an der Küste mal freiwillig baden gegangen und musste feststellen. Semitrocken passt bei Wathose mit Paddeljacke. Es kam nur minimal Wasser am Hals in die Jacke und gaanz bissl im Bereich Übergang Wathose und watjacke.

Hab mir aber inzwischen eine Paddelhose von Palm geholt und teste die demnächst auch mal.

Gruß
Mirco
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MarioSchreiber
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Sep 2013 06 16:12

Re: Kentern bei -1 in der Ostsee!

Beitrag von MarioSchreiber

Sieht mir fast nach Karpfenstuhl aus.
Und vielleicht einer der Gründe warum es erst zu dem "Unfall" kam.
Zu hohe Sitzposition ?!

Ich überlege gerade ob es nicht sinnig wäre in einem Wasserdichten Sack ein paar Wechselklamotten dabei zu haben.
Der Weg zum Auto kann lang werden.
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pidderlyng
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Sep 2013 06 16:22

Re: Kentern bei -1 in der Ostsee!

Beitrag von pidderlyng

MarioSchreiber hat geschrieben:Sieht mir fast nach Karpfenstuhl aus.
Und vielleicht einer der Gründe warum es erst zu dem "Unfall" kam.
Zu hohe Sitzposition ?!
Sehe ich genau so :daumen: !

Im Übrigen mal ein Anlass, darüber nachzudenken, ob ein Zweit-Sonar, Dritt-Rutenhalter und weiteres "Gedöns" (nix für ungut) unbedingt sein muss. Der Wiedereinstieg wird durch so viele Anbauten sicher nicht erleichtert ; hier war die See ja noch ruhig.....
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Kveite
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Sep 2013 06 17:25

Re: Kentern bei -1 in der Ostsee!

Beitrag von Kveite

Hi, auch wenn es jetzt gleich einen Sturm der Entrüstung gibt, ich werde mich nicht Anleinen. Warum auch immer es gekentert ist, er war nass, und fror!
Also Schwimmweste und Trockenanzug fertig.
Nichts für ungut, aber ich hatte auch eine nette Unterhaltung mit ein paar Leuten vom DLRG. In Paderborn war Radio Hochstifts Sommerabschlußparty und da bei uns in den ersten beiden Juliwochen wieder mehrere Badegäste abgesoffen waren, fragte ich einfach mal nach, wie man denn wohl am Schlauesten vorgehen sollte bei Kajaktouren. Unisono kam...
Anleinen? Nee viel zu gefährlich, wenn Sie sich da verheddern haben Sie ein Problem..

Auf Kälteschutz angesprochen, meinten die Herren das ein 7mm Neoprenanzug auch schon super wäre, Feststoffweste schon vielleicht besser wäre als Automatik, es gäbe ja keinen Mast den man gegen den Kopf bekommt, wie beim Segelboot.
Gruß Ralf
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Sep 2013 06 19:18

Re: Kentern bei -1 in der Ostsee!

Beitrag von vatas-sohn

Kveite hat geschrieben:.... Anleinen? Nee viel zu gefährlich, wenn Sie sich da verheddern haben Sie ein Problem....
Also die Aussage kann ich nicht verstehen, da ich eine genau gegenteilige Antwort auf selbige Frage bekam! :shock:

Ich finde, es macht Sinn eine Liveline zu haben und zu nutzen- min. ein Mitglied wäre dann wahrscheinlich noch bei uns! Im Falle miesen Wetters mit etwas Wind, driftet das Boot sonst schneller ab, als man es schwimmend erreichen kann.
Aber auch die Anregungen einiger Poster sollten Beachtung finden: Weniger Gerödel auf dem Kahn ist oft mehr! Ich weiß, ich muß mich da auch mal dran halten, aber ich gelobe Besserung.

Dennoch steht für mich ganz klar fest: Niemals auf die See ohne Liveline! :daumen:
Grüße! :cap:
Ron


"Wenn der Mensch so viel Vernunft hätte wie Verstand, wäre vieles einfacher." (Linus Pauling)
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Fisherman
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Sep 2013 06 19:28

Re: Kentern bei -1 in der Ostsee!

Beitrag von Fisherman

Ich glaube, dass ist auch so eine Glaubensfrage. Boahh hört sich das doof an :zwink:
Wahrscheinlich auch von vielen Faktoren abhängig.
Ich weiß das mein Coach XxDorschhunterxX vor kurzer Zeit sich bei entsprechender Witterung der DLRG als Kanufahrer an der Ostsee zur Verfügung gestellt hat. Da war die Liveline wohl wichtig.
Ich habe mir auch einen Wattgürtel und ein 2 m langes Gummiseil zugelegt.

Gerade das Hobie bietet dem Wind eine große Angriffsfläche und treibt daher schneller als andere Kajaks. Auch diese Erfahrung habe ich bei meinem Ostseetrip gemacht. Ob ich die Liveline bei uns auf stehenden Gewässer anziehe mache ich Windabhängig. Auf dem Meer werde ich sie immer anziehen.
Gruß Lothar
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Sep 2013 06 20:09

Re: Kentern bei -1 in der Ostsee!

Beitrag von Mefofreund

Fisherman hat geschrieben:
Gerade das Hobie bietet dem Wind eine große Angriffsfläche und treibt daher schneller als andere Kajaks. Auch diese Erfahrung habe ich bei meinem Ostseetrip gemacht. Ob ich die Liveline bei uns auf stehenden Gewässer anziehe mache ich Windabhängig. Auf dem Meer werde ich sie immer anziehen.
:daumen: Genau wie ich.


Gruß Jörg
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Sep 2013 06 21:41

Re: Kentern bei -1 in der Ostsee!

Beitrag von gobio

Hi.

Ich mache die Liveline und Ausrüstung ebenfalls vom Gewässer abhängig. Bei uns daheim reicht mir ne Wasserdichte Hose und ggf. ne Schwimmweste.

Auf der Ostsee so dicht wie möglich und mit Liveline. Bei der Drift auf dem Aarösund ist das Boot sonst ratz fatz weg. Im Boot hab ich dann noch gut erreichbar eine Signalfackel. Zudem einen kleinen erste Hilfebeutel mit einer dieser Wärmedecken zusammengestellt aus alten Verbandskästen.

Gruß
Mirco
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Sep 2013 07 05:16

Re: Kentern bei -1 in der Ostsee!

Beitrag von Fisherman

gobio hat geschrieben:.............................Im Boot hab ich dann noch gut erreichbar eine Signalfackel. Zudem einen kleinen erste Hilfebeutel mit einer dieser Wärmedecken zusammengestellt aus alten Verbandskästen.
Gruß
Mirco
Gute Idee. Das werde ich auch mal zusammenstellen :thx:
Gruß Lothar
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Sep 2013 07 07:32

Re: Kentern bei -1 in der Ostsee!

Beitrag von nico_030

Hi@all!

Na ja, war ja Badeteich, null Wind und nah am Ufer.

So eine "Schutzkleidung" hatte ich bei dem Rennkajak Training zu DDR Zeiten auch.
Einen Braunen Trainingsanzug. :zwink:

Neopren oder Trockenanzug im Kajak ist Pflicht.
Anleinen? Nee viel zu gefährlich, wenn Sie sich da verheddern haben Sie ein Problem


Gummileine ist gut. Oder Ihr baut euch aus dem Spearfishing Bereich eine Floating Linie nach.
Die besteht innen aus Dyneema und aussen aus PVC Schlauch. Die Enden werden verschlossen.
Nach dem sich mein Speer in einer Koralle verfangen hatte und die Gummileine zwischen der Harpune
und der Boje sich um mein Bein und mein Tauchmesser gewickelt hatte, kam ich erst im letzten Moment
an die Oberfläche. Das war knapp. Seit dem nutze ich nur die Floating line. Die ist zu steif um sich darin
zu verheddern.

www.kanu.de/nuke/downloads/Life-Line.pdf

jörg
Zuletzt geändert von nico_030 am 7. Sep 2013, 10:33, insgesamt 1-mal geändert.
Niels Karwen
Sep 2013 07 08:29

Re: Kentern bei -1 in der Ostsee!

Beitrag von Niels Karwen

...hab mir zum Thema "Lifeline" in meiner aktiven Zeit auch mal Gedanken gemacht, denn ich war von diesen Hundeleinen und Aufroll-Löungen alles andere als überzeugt. Ich hab am Boot , das eigene Beschläge für solche Kompmemtem hat,auf Höhe des Sitzplatzes einen Edelstahl-Karabiner. Da dran befindet sich ein Robson "Cowtail" - Sprich eine Bergungsleine für Kanuten, die sich etwa auf das Dreifache der Länge dehnen lässt. An diesem Cowtail ist ein Stück Bergsteigerseil, dass gut um meine Hüfte passt und sich mit einem einfachen Knoten absolut sicher schließen lässt.

Fischte ich in Bedingungen (was ich eh nur in Norwegen, oder bei ganz miesem Wetter Hier machte), in denen die Gefahrenlage einfach unüberschaubar war, dann hab ich mir den Cow-Tail angebunden. In einer Notsituation wäre da dann nicht viel zum Verheddern gewesen, und durch die 2 m gestreckt hätte ich noch am Boot agieren können. Ich denke bei der Welle im Video hätte ich mich nur im Falle von Ablandigen Wind festgebunden. Das Sage ich aber auch nur, weil ih eh immer im Trockenanzug unterwegs war. DER ist von allen Investitionen das geilste, was ich wohl neben dem Boot selbst gemacht habe. Ganz ohne die Möglichkeit der Verbindung zum Boot würde ich nur unter idealen Bedingungen in absolut harmlosen Gewässern Fischen. Also ist der COWTAIL quasi immer dran.

just my 2 cent :wink:
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Kveite
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Sep 2013 07 09:05

Re: Kentern bei -1 in der Ostsee!

Beitrag von Kveite

Diese verpackten 30m Rettungsleinen hatten die vom DLRG übrigens auch dabei, um Schiffbrüchige damit zu bergen. Man konnte bei der Veranstaltung damit ein wenig werfen üben.
Am sichersten wird es nach wie vor sein, bei Sauwetter einfach nicht rauszufahren. Brechende kurze Wellen mit Schaumkrone sind für mich persönlich ein K.O.-Kriterium.
Mit dem Angelkahn im Urlaub war ich auch bei Atlantikwogen (keine Ahnung wie die offiziell heissen, so lange Wellen halt) mit 2m Höhe noch draußen, war dann zwar wie Fahrstuhl fahren, aber es kippelte nichts. Mit dem Außenboarder konnte man bei Fahrt schön surfen :D, mit dem Kajak wäre man wohl etwas underdressed gewesen.
Gruß Ralf
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revierratte
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Sep 2013 07 10:07

Re: Kentern bei -1 in der Ostsee!

Beitrag von revierratte

na ja, er saß auch im boot quer und hat das gleichgewicht verloren, als er die beine über die rute hebte. ich halte von diesem "quer sitzen" beim angeln im kayak nix. hätte er "ganz normal" in seinem boot gesessen, wäre wahrscheinlich nichts passiert. zu der liefeline glaube ich, daß man die nicht immer benötigt. wenn ich z.b. auf einem baggersee bin, wo man relativ schnell am ufer ist und es quasi "4 uferseiten" gibt, sehe ich keine notwendigkeit. aber wenn man alleine auf der ostsee unterwegs ist, dann würde ich man kayak schon mit mir verbinden. in dem video ist der angler ja nicht "richtig" umgekippt. er ist nur ins wasser gefallen. aber wenn man eine "richtige" rolle macht, kayak umkippt, wenn denn auch nocht wind und wellen sind, glaube ich nicht das man so schnell wieder reinkommt. was soll man denn machen wenn wind ist, und das kayak 5-10 meter weggedriftet ist ? man kann versuchen hinterher zu schwimmen, kann klappen, aber iregendwann muß man entscheiden ob man das kayak einholen kann oder zum ufer schwimmen muß, zumindest versuchen. auch wenn das ufer in dem video sehr nah erschein, ist es nicht sicher auch durch schwimmen das ufer erreichen zu können.

frage : wenn ich eine "stella rolle" für 500,00 € auf dem kayak zum angeln verwenden würde, dann würde ich die auch mit einer schwimmhilfe sichern. man muß ja nicht umkippen, aber die kann auch mal aus der hand fallen, oder? aber das muß ja jeder selber wissen.

PS : er ist echt schnell wieder ins boot gekommen, das ist echt gut. glaube nicht, daß jeder da so schnell reagieren könnte.
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