Frage zu hohen Wellen
Feb 2026
28
16:02
Frage zu hohen Wellen
Servus,
hab mal ne Frage zur Sicherheit.Hatte schon mehrere Boote und noch immer eins.Da läuft ja das Wasser unten in den V-Kiel also unter dem Boden.
Hatte am Anfang mit nem kleineren Boot mehrere kurze Wellen der WSP abgekriegt. Da hatte richtig Problemem bekommen ! Seither hab ich immer 2 Bilgepumnpen im Boot.Eine Automatisch mit Schwimmer,die Andere normal zuschaltbar über 2 verschiedene Stromquellen.
Wie ist das Beim kajak?
Hab ein Titan 12. Über die Luke vorne oder hinten an der kleinen Drehluke,oder die Lenkung kann sicher auch Wasser ins innere?
Oder bei einem Drehung ?
Oder ist es wenn da Wasser Drin ist ist,also im Innenkörper und Fußraum das es sich selber lenzt?
Vielleicht dumme Fragen,aber ich hab von den Kajaks keine Ahnung.
Hab es Anfang Januar gekauft und es Zeitlich noch immer nicht zu ner Probefahrt geschafft.
Gruß
Daniel
hab mal ne Frage zur Sicherheit.Hatte schon mehrere Boote und noch immer eins.Da läuft ja das Wasser unten in den V-Kiel also unter dem Boden.
Hatte am Anfang mit nem kleineren Boot mehrere kurze Wellen der WSP abgekriegt. Da hatte richtig Problemem bekommen ! Seither hab ich immer 2 Bilgepumnpen im Boot.Eine Automatisch mit Schwimmer,die Andere normal zuschaltbar über 2 verschiedene Stromquellen.
Wie ist das Beim kajak?
Hab ein Titan 12. Über die Luke vorne oder hinten an der kleinen Drehluke,oder die Lenkung kann sicher auch Wasser ins innere?
Oder bei einem Drehung ?
Oder ist es wenn da Wasser Drin ist ist,also im Innenkörper und Fußraum das es sich selber lenzt?
Vielleicht dumme Fragen,aber ich hab von den Kajaks keine Ahnung.
Hab es Anfang Januar gekauft und es Zeitlich noch immer nicht zu ner Probefahrt geschafft.
Gruß
Daniel
-
fishandbike
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- Registriert: 10. Mai 2014, 22:04
- Mein Kayak: Hobie Outback 2020 ivory dune
- Kayak-Pate: Nein
- Alter: 60
Feb 2026
28
20:01
Frage zu hohen Wellen
Hi, wenn du eine Welle über dein Sit on Top Kayak bekommst, läuft das Wasser über die Lenzlöcher im Fussraum ab.
Wenn du Wasser in den Innenraum bekommst , dann kriegst du das auf dem Wasser nur mit einer Lenzpumpe oder einem Schwamm raus oder du musst halt an Land das Wasser ablassen.
Die meisten Kayaks haben im Innenraum Auftriebskörper, so dass das Kayak auch mit Wasser schwimmfähig ist.
Wenn du Wasser in den Innenraum bekommst , dann kriegst du das auf dem Wasser nur mit einer Lenzpumpe oder einem Schwamm raus oder du musst halt an Land das Wasser ablassen.
Die meisten Kayaks haben im Innenraum Auftriebskörper, so dass das Kayak auch mit Wasser schwimmfähig ist.
Feb 2026
28
20:07
Frage zu hohen Wellen
moin daniel,
im optimalen fall ist das kayak so wertig, dass der innenraum (nahezu) wasserdicht ist.
sprich alle schotten/luken/oeffnungen sind so versiegelt, dass auch bei hohen wellen und kenterung kein wasser eindringen kann.
das variiert relativ stark mit modell und hersteller.
bißchen www-recherche sollte sich zu dem native was finden lassen.
fuer alles ueberkommende wasser, welches nicht in den rumpf gelangen kann, gibt es lenzloecher...quasi selbstlenzend (was aber auch wieder vom bootstyp abhaengig ist, wie zuverlaessig das funktioniert)
im optimalen fall ist das kayak so wertig, dass der innenraum (nahezu) wasserdicht ist.
sprich alle schotten/luken/oeffnungen sind so versiegelt, dass auch bei hohen wellen und kenterung kein wasser eindringen kann.
das variiert relativ stark mit modell und hersteller.
bißchen www-recherche sollte sich zu dem native was finden lassen.
fuer alles ueberkommende wasser, welches nicht in den rumpf gelangen kann, gibt es lenzloecher...quasi selbstlenzend (was aber auch wieder vom bootstyp abhaengig ist, wie zuverlaessig das funktioniert)
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- vatas-sohn
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- Wohnort: 14776 Brandenburg an der Havel
- Alter: 60
Mär 2026
01
08:14
Frage zu hohen Wellen
Glückwunsch zum Titan 12- ein echt tolles Boot
Das Boot ist sehr gut verarbeitet (da kann sich Hobie aber mal 'ne dicke Scheibe von abschneiden!) und alle Öffnungen sind selbst bei einer Kenterung Kieloben gut dicht. Wichtig ist dabei, daß die Bugluke ordentlich verschlossen wird und die Dichtung i.O. ist. Der Fußraum ist natürlich selbstlenzend.
Viel Freude an dem tollen Boot!

Grüße!
Ron
"Wenn der Mensch so viel Vernunft hätte wie Verstand, wäre vieles einfacher." (Linus Pauling)
Ron
Mär 2026
01
12:41
Frage zu hohen Wellen
Danke für eure Antworten!
Ich will das Kajak vorallem für kleinere Gewässer haben wo ich mit meinem Boot nicht drauf kann. Oder auch mal kürzere Trips auf Baggerseen in Holland. Normal sollte nichts passieren. Falls aber doch mal was passieren sollte versuche ich mich da zu sichern.
Gerade bei der großen vorderen Klappe weiss ich nicht wie es ist wenn da mal Sachen darunter liegen und sich das Yak mal dreht. Ist ja nur ein Gummiseil drüber,das Teil ist ja nicht feste,versiegelt verschlossen.
Auch bei hohen Wellen...ich hab da bissl Bedenken falls es mal auf ein grösseres Gewässer rausgeht.
Schweden will ich mit dem Ding auf jeden Fall mal.
Vielleicht mache ich mir da zu viele Gedanken, aber Sicherheit geht vor.
Ich hab auch nur gutes über das Kajak gelesen.Stabil und wertig. Daher viel auch die Entscheidung darauf
Viele Grüße
Daniel
Ich will das Kajak vorallem für kleinere Gewässer haben wo ich mit meinem Boot nicht drauf kann. Oder auch mal kürzere Trips auf Baggerseen in Holland. Normal sollte nichts passieren. Falls aber doch mal was passieren sollte versuche ich mich da zu sichern.
Gerade bei der großen vorderen Klappe weiss ich nicht wie es ist wenn da mal Sachen darunter liegen und sich das Yak mal dreht. Ist ja nur ein Gummiseil drüber,das Teil ist ja nicht feste,versiegelt verschlossen.
Auch bei hohen Wellen...ich hab da bissl Bedenken falls es mal auf ein grösseres Gewässer rausgeht.
Schweden will ich mit dem Ding auf jeden Fall mal.
Vielleicht mache ich mir da zu viele Gedanken, aber Sicherheit geht vor.
Ich hab auch nur gutes über das Kajak gelesen.Stabil und wertig. Daher viel auch die Entscheidung darauf
Viele Grüße
Daniel
- Robert
- Administrator
- Beiträge: 2338
- Registriert: 14. Jan 2016, 23:12
- Mein Kayak: NW Slayer 12.5 MAX
- Kayak-Pate: Nein
- Wohnort: Kiel
- Alter: 71
Mär 2026
01
13:13
Frage zu hohen Wellen
Bei meinem Slayer 12.5 MAX war die vordere Klappe von Anfang an undicht. Mit überschwappenden Wellen kam auch Wasser in den Innenraum. Ich hatte mir schon Material besorgt, um eine neue zu bauen.DanielSan hat geschrieben: 1. Mär 2026, 12:41 ...
Gerade bei der großen vorderen Klappe weiss ich nicht wie es ist wenn da mal Sachen darunter liegen und sich das Yak mal dreht. Ist ja nur ein Gummiseil drüber,das Teil ist ja nicht feste,versiegelt verschlossen.
Auch bei hohen Wellen...ich hab da bissl Bedenken falls es mal auf ein grösseres Gewässer rausgeht.
...
Der Bug-Aufsatz/Wellenbrecher war aber vorher fertig und hat auch das Problem mit dem eindringenden Wasser weitestgehend beseitigt. Mit den kleinen Mengen, die jetzt noch eindringen, kann ich leben.
Gruß
Robert
Robert
- diggerbub
- Beiträge: 1396
- Registriert: 13. Feb 2020, 21:30
- Mein Kayak: WS Ride, Radar 135, Native Titan 12
- Kayak-Pate: Ja
- Wohnort: 24797 Breiholz
- Alter: 55
Mär 2026
01
13:31
Frage zu hohen Wellen
Moin,
ich habe ein Titan 12 und mit dem Selbstlenzen und der Wasserdichtheit ist das so eine Sache. Das ist ein tolles Boot, hat aber nur zwei Lenzlöcher im Fußbereich, was ungewöhnlich für ein so großes Boot ist.
Mein Titan war im Bereich des großen Bugdeckels krumm, so das der Deckel die Öffnung nicht dichten konnte. Das habe ich während bzw nach einer Ausfahrt festgestellt.Es gab den Tag ein paar Wellen auf der Ostsee und hinterher hatte ich reichlich Wasser im Rumpf. Das Boot fuhr noch, es fühlte sich aber komisch an und als es aus dem Wasser sollte merkte man das Zusatzgewicht deutlich.Geschätzt 20-30 Liter Wasser im Rumpf
Hätte ich meinen Angeltag länger gestaltet, wäre das sicher irgendwann interessant geworden.
Das hat Native in zwei Versuchen nachgebessert und den Bereich gerichtet und die Wanne nochmal extra gedichtet. Seitdem ist der Kahn dicht.
Die Klappe vorm Sitz war und ist immer dicht.
Auf die Kante von der Öffnung und/oder auf den Rand von der eingesetzten Wanne kann man noch Dichtband aufkleben, das unterstützt die kleine Dichtung im Deckel ungemein, sofern das Loch gerade ist und der Deckel an der Wanne sauber anliegt. Mein Gummiband für den Deckel habe ich deutlich strammer gestellt, als es bei der Auslieferung war. Seitdem Richten und Dichten ist es da vorne jetzt auch definitiv dicht und ich wage zu behaupten, das das Ding auch bei einer Kenterung dicht bleibt. Aber ein Titan zu kentern, das wird hart
Wenn dein Boot mal am Strand/Ufer parkt und es sind Wellen, schwappen Dir die Wellen ins Heck und da sind keine Lenzlöcher, das ist doof, aber nicht zu ändern. Dann kann sich der Wasserstand im Boot erst wieder regulieren, wenn das Boot im Wasser ist. Auch Heckwellen während der Fahrt tun sich schwer, das Boot wieder zu verlassen, da das Wasser irgendwie nach vorne zu den Lenzlöchern muss.Mehr Löcher würden das Boot wohl zu perfect machen
Grüße
Volker
ich habe ein Titan 12 und mit dem Selbstlenzen und der Wasserdichtheit ist das so eine Sache. Das ist ein tolles Boot, hat aber nur zwei Lenzlöcher im Fußbereich, was ungewöhnlich für ein so großes Boot ist.
Mein Titan war im Bereich des großen Bugdeckels krumm, so das der Deckel die Öffnung nicht dichten konnte. Das habe ich während bzw nach einer Ausfahrt festgestellt.Es gab den Tag ein paar Wellen auf der Ostsee und hinterher hatte ich reichlich Wasser im Rumpf. Das Boot fuhr noch, es fühlte sich aber komisch an und als es aus dem Wasser sollte merkte man das Zusatzgewicht deutlich.Geschätzt 20-30 Liter Wasser im Rumpf
Das hat Native in zwei Versuchen nachgebessert und den Bereich gerichtet und die Wanne nochmal extra gedichtet. Seitdem ist der Kahn dicht.
Auf die Kante von der Öffnung und/oder auf den Rand von der eingesetzten Wanne kann man noch Dichtband aufkleben, das unterstützt die kleine Dichtung im Deckel ungemein, sofern das Loch gerade ist und der Deckel an der Wanne sauber anliegt. Mein Gummiband für den Deckel habe ich deutlich strammer gestellt, als es bei der Auslieferung war. Seitdem Richten und Dichten ist es da vorne jetzt auch definitiv dicht und ich wage zu behaupten, das das Ding auch bei einer Kenterung dicht bleibt. Aber ein Titan zu kentern, das wird hart
Wenn dein Boot mal am Strand/Ufer parkt und es sind Wellen, schwappen Dir die Wellen ins Heck und da sind keine Lenzlöcher, das ist doof, aber nicht zu ändern. Dann kann sich der Wasserstand im Boot erst wieder regulieren, wenn das Boot im Wasser ist. Auch Heckwellen während der Fahrt tun sich schwer, das Boot wieder zu verlassen, da das Wasser irgendwie nach vorne zu den Lenzlöchern muss.Mehr Löcher würden das Boot wohl zu perfect machen
Grüße
Volker
- Tigershark
- Beiträge: 309
- Registriert: 14. Jan 2019, 12:04
- Mein Kayak: Hobie Pro Angler 12
- Kayak-Pate: Nein
- Wohnort: Wegberg (bei Roermond)
- Alter: 43
Mär 2026
01
22:50
Frage zu hohen Wellen
Hallo Daniel,
das Titan kenne ich nur aus dem Netz, habe es mir aber noch nie aus der Nähe angeschaut. Meine Erfahrungen stammen daher von meinem Hobie PA-12.
Eine Welle die über den Bug oder die Seitenwand kommt, läuft vorne hauptsächlich rund um den Antrieb ab und viel weniger über die Lenzlöcher, kommt aber auch immer etwas auf die Gewichtsverteilung an.
Grundsätzlich habe ich die Erfahrung gemacht, dass Wellen von Motorbooten deutlich unangenehmer sind als natürliche Wellen. Mit letzten kenne ich mich inzwischen ganz gut aus, da mein Hauptrevier im Sommer die Nordsee ist. Wichtig ist, dass Du Wellen, die irgendwie komisch aussehen oder die dich in irgendeiner Art und Weise beunruhigen, mit dem Bug nimmst. Ja, da kann mal was oben reinkommen, aber die Gefahr umgeworfen zu werden ist viel geringer. Im Notfall lieber mal das Angeln abbrechen oder, wenn es geht in eine ruhige Ecke fahren. Ich bleibe an machen Tagen auf der Nordsee gezielt im Wind- und Strömungsschatten der Insel, von Sandbänken, großen Buhnen oder Dämmen. Wichtig dabei, auch den Rückweg beachten und immer die Räder mitnehmen. Wenn es Hart auf Hart kommt, lieber irgendwo weit vom Auto weg raus und das Ding dann ein paar Kilometer zum Auto ziehen, als durch gefährliche Wellen oder Strömung durchzumüssen. Im Süßwasser sind solche Probleme deutlich kleiner, notfalls ran ans Ufer und Brotzeit einlegen. Dabei auch mal den Innerraum prüfen. Präzise Wetter-Apps mit Wind und Wellenhöhenazeigen (z. B. /www.windy.com) sind da dein Freund!
Über die Bugluke beim Hobie kommt immer etwas Wasser rein. Bei Hobie kann man dafür eine zweite Dichtung kaufen, die ist aber bei den neueren Modellen, meines Wissens nach sowieso verbaut. Auf der Nordsee, wo ich am meisten Welle habe und manche auch mal drübergehen, kommt trotzdem mehr Wasser bei (starkem) Dauerregen rein, als durch die Wellen.
Grob würde ich das so zusammenfassen:
Nordsee = Badewanne faktisch kein Wasser im Kajak
Windstärke 1-2 ca. 0,2-0,3 l Wasser im Kajak
Windstärke 1-2 aber fiese Brandung, oft vom Vortag, 0,3-0,5l Wasser im Kajak
Windstärke 3 aber noch keine hohen Wellen, weil es am Tag zuvor 1-2 Windstärken hatte, ca. 0,4-0,7l Wasser im Kajak
Windstärke 3 die Wellen bauen sich auf und die Brandung ist schon etwas ungemütlich ca. 0,7-1,0 l Wasser im Kajak
Kaum Wellen, ruhiges Wasser aber 5 Stunden Dauerregen, so das man an seinem Ausflug zweifelt, wenn es nicht extrem gut beißt, ca. 1-2l Wasser im Kajak.
Windstärke 4 = Nix Kajak im offenen Salzwasser oder größeren offenen Süßwassergewässern. Wenn Du verschachtelte Seen hast, so wie ich bspw. in Roermond und Asselt (NL), dann geht das auch, aber du wirst Nass durch Spritzwasser.
Schwamm und Handbilgepumpe (siehe Fishandbike) sind stets dabei. Letztere habe ich noch nie gebraucht, ist aber mit Klettverschlüssen griffbereit auf der Rückseite meines Sitzes befestigt.
Da ich mein Kajak an der Nordsee danach immer durch den weichen Sand die Düne hochziehen muss, kontrolliere ich immer, wenn ich reinkomme, wieviel Salzwasser drin ist, davon stammen die Erfahrungswerte oben. Den Strand hoch, durch den weichen und trockenen Sand, zählt wirklich jedes Kilo! Auf dem Weg zum Feriendomizil, gibt es dann immer eine ausgiebige Süßwasserdusche für mein „Liebling“, „zu Hause“ angekommen, sind dann oft wirklich 1-1,5l Wasser im Kajak. Die hole ich dann aber erst mit dem Schwamm "zu Hause" raus, die 250m auf Asphalt stört das Gewicht dann nicht mehr.
Letztendlich musst Du selbst deine Erfahrungen machen und schauen wobei Du dich noch wohlfühlst. Das ist am Anfang deutlich weniger, als nach ein paar Jahren, aber etwas Wasser unten im Kajak gehört bei dem Sport dazu. Wellen würde ich eher als Kentergefahr sehen, denn als Gefahr fürs volllaufen des Kajaks.
Ansonsten kannst Du hier noch sehen, wie ich mein Kajak quasi unsinkbar gemacht habe.
viewtopic.php?t=14310
Beste Grüße
Markus
das Titan kenne ich nur aus dem Netz, habe es mir aber noch nie aus der Nähe angeschaut. Meine Erfahrungen stammen daher von meinem Hobie PA-12.
Eine Welle die über den Bug oder die Seitenwand kommt, läuft vorne hauptsächlich rund um den Antrieb ab und viel weniger über die Lenzlöcher, kommt aber auch immer etwas auf die Gewichtsverteilung an.
Grundsätzlich habe ich die Erfahrung gemacht, dass Wellen von Motorbooten deutlich unangenehmer sind als natürliche Wellen. Mit letzten kenne ich mich inzwischen ganz gut aus, da mein Hauptrevier im Sommer die Nordsee ist. Wichtig ist, dass Du Wellen, die irgendwie komisch aussehen oder die dich in irgendeiner Art und Weise beunruhigen, mit dem Bug nimmst. Ja, da kann mal was oben reinkommen, aber die Gefahr umgeworfen zu werden ist viel geringer. Im Notfall lieber mal das Angeln abbrechen oder, wenn es geht in eine ruhige Ecke fahren. Ich bleibe an machen Tagen auf der Nordsee gezielt im Wind- und Strömungsschatten der Insel, von Sandbänken, großen Buhnen oder Dämmen. Wichtig dabei, auch den Rückweg beachten und immer die Räder mitnehmen. Wenn es Hart auf Hart kommt, lieber irgendwo weit vom Auto weg raus und das Ding dann ein paar Kilometer zum Auto ziehen, als durch gefährliche Wellen oder Strömung durchzumüssen. Im Süßwasser sind solche Probleme deutlich kleiner, notfalls ran ans Ufer und Brotzeit einlegen. Dabei auch mal den Innerraum prüfen. Präzise Wetter-Apps mit Wind und Wellenhöhenazeigen (z. B. /www.windy.com) sind da dein Freund!
Über die Bugluke beim Hobie kommt immer etwas Wasser rein. Bei Hobie kann man dafür eine zweite Dichtung kaufen, die ist aber bei den neueren Modellen, meines Wissens nach sowieso verbaut. Auf der Nordsee, wo ich am meisten Welle habe und manche auch mal drübergehen, kommt trotzdem mehr Wasser bei (starkem) Dauerregen rein, als durch die Wellen.
Grob würde ich das so zusammenfassen:
Nordsee = Badewanne faktisch kein Wasser im Kajak
Windstärke 1-2 ca. 0,2-0,3 l Wasser im Kajak
Windstärke 1-2 aber fiese Brandung, oft vom Vortag, 0,3-0,5l Wasser im Kajak
Windstärke 3 aber noch keine hohen Wellen, weil es am Tag zuvor 1-2 Windstärken hatte, ca. 0,4-0,7l Wasser im Kajak
Windstärke 3 die Wellen bauen sich auf und die Brandung ist schon etwas ungemütlich ca. 0,7-1,0 l Wasser im Kajak
Kaum Wellen, ruhiges Wasser aber 5 Stunden Dauerregen, so das man an seinem Ausflug zweifelt, wenn es nicht extrem gut beißt, ca. 1-2l Wasser im Kajak.
Windstärke 4 = Nix Kajak im offenen Salzwasser oder größeren offenen Süßwassergewässern. Wenn Du verschachtelte Seen hast, so wie ich bspw. in Roermond und Asselt (NL), dann geht das auch, aber du wirst Nass durch Spritzwasser.
Schwamm und Handbilgepumpe (siehe Fishandbike) sind stets dabei. Letztere habe ich noch nie gebraucht, ist aber mit Klettverschlüssen griffbereit auf der Rückseite meines Sitzes befestigt.
Da ich mein Kajak an der Nordsee danach immer durch den weichen Sand die Düne hochziehen muss, kontrolliere ich immer, wenn ich reinkomme, wieviel Salzwasser drin ist, davon stammen die Erfahrungswerte oben. Den Strand hoch, durch den weichen und trockenen Sand, zählt wirklich jedes Kilo! Auf dem Weg zum Feriendomizil, gibt es dann immer eine ausgiebige Süßwasserdusche für mein „Liebling“, „zu Hause“ angekommen, sind dann oft wirklich 1-1,5l Wasser im Kajak. Die hole ich dann aber erst mit dem Schwamm "zu Hause" raus, die 250m auf Asphalt stört das Gewicht dann nicht mehr.
Letztendlich musst Du selbst deine Erfahrungen machen und schauen wobei Du dich noch wohlfühlst. Das ist am Anfang deutlich weniger, als nach ein paar Jahren, aber etwas Wasser unten im Kajak gehört bei dem Sport dazu. Wellen würde ich eher als Kentergefahr sehen, denn als Gefahr fürs volllaufen des Kajaks.
Ansonsten kannst Du hier noch sehen, wie ich mein Kajak quasi unsinkbar gemacht habe.
viewtopic.php?t=14310
Beste Grüße
Markus